Ausgangslage
Ein Ranking verspricht keine Nennung mehr
Die Disziplin heißt Generative Engine Optimization, kurz GEO: Inhalte so bauen, dass generative Systeme sie als Quelle verwenden. Wie weit sie sich von der Suchmaschinenoptimierung entfernt hat, lässt sich beziffern.
Ahrefs hat im August 2025 rund 15.000 Long-Tail-Anfragen an ChatGPT, Gemini, Copilot und Perplexity gestellt und die zitierten Adressen mit den Google-Ergebnissen zur identischen Frage verglichen. Nur 12 Prozent der zitierten Seiten standen dort in den Top 10. Bei ChatGPT waren es 8 Prozent, bei Gemini 8,6, bei Copilot 8,2. Perplexity fiel mit 28,6 Prozent aus der Reihe.1
Das ist kein Messfehler, sondern das Verfahren: Die Assistenten zerlegen eine Frage in mehrere Suchanfragen, holen dafür getrennte Trefferlisten und mischen sie zu einer neuen Rangfolge. Was am Ende in der Antwort steht, hat diese Mischung überstanden, nicht die Google-Rangliste. Googles eigene AI Overviews sind die Ausnahme, sie ziehen 76 Prozent ihrer Zitate aus den Top 10.1
Für die Produktion folgt daraus eine unbequeme Verschiebung des Ziels. Wir müssen nicht die Seite überholen, die bei Google vorne steht, sondern die Seite, die das Modell tatsächlich genannt hat. Nur bei dieser einen ist bewiesen, dass ihr Aufbau, ihre Belege und ihre Formulierungen die Auswahl bestehen.